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The album is more experimental in nature than the band's later releases. It was released only in Canada and Japan.
Eine Betroffene über Brustkrebs, Wiederaufbau und Medizinische Pigmentierung
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Betroffene über Brustkrebs und Medizinische Pigmentation.

Persönliche Erfahrung über Brustkrebs und Medizinische Pigmentation

Eine Betroffene über Brustkrebs, den Wiederaufbau und Medizinische Pigmentierung.

„Die körpereigene typische Hautfarbe gehört einfach dazu.“ Eine betroffene Patientin berichtet und schildert ihr persönliches Brustkrebs-Erlebnis, den erfolgreichen Wiederaufbau und der folgenden Medizinischen Pigmentierung.
Liebe Frau Kirchner, zunächst einmal herzlichen Dank, dass Sie sich für ein Gespräch Zeit nehmen, auch, um den vielen Frauen, die ehemals an Brustkrebs erkrankt sind und einen ähnlichen Therapieverlauf vor sich oder gehabt haben, Ihre Erfahrunge weiterzugeben und vielleicht mit Tipps und Hinweisen behilflich sein zu können.

Bevor Sie selbst betroffen waren, war für Sie das Thema Krebs / Brustkrebs präsent? Hatten Sie sich damit vorher schon einmal auseinandergesetzt?
Frau Kirchner:
Nein gar nicht. Ich war schon immer ein aktiver und beschäftiger Mensch gewesen und das Thema kam mir zu keiner Zeit in den Sinn.

Wie war das – wann und wo kamen Sie auf den Gedanken, dass Sie möglicherweise von Brustkrebs betroffen sein könnten? Wie alt waren Sie da?
Frau Kirchner:
Im Rahmen einer Vorsorge-Untersuchung, einer Mammographie, wurde bei mir ein Frühkarzinom, sog. DCIS, eine Vorstufe von Brustkrebs festgestellt. Da war ich Mitte 60.

Wie ging es Ihnen damit? Konnten Sie die Diagnose für sich akzeptieren und sich gleich damit beschäftigen, wie Sie wieder gesund werden würden?
Frau Kirchner:
Nach der Diagnose war ich völlig schockiert, gelähmt und teilweise panisch. Meine Tochter, die Gynäkologin ist, machte mir immer wieder klar, dass es sich „nur“ um eine Vorstufe von Brustkrebs handelt und so beruhigte ich mich nach und nach.

Und wie ging es dann weiter?
Frau Kirchner:
Also, bei mir musste die linke Brust komplett entfernt werden und anschließend wurde mir die Brust mit Eigengewebe aus dem Bauchraum wieder aufgebaut. Auch meine Brustwarze wurde rekonstruiert. Das wurde alles in einer OP gemacht – Herr Dr. Lohmeyer in der Agaplesion Klinik hat das ganz toll gemacht und ich fühlte mich dort sehr gut aufgehoben. Eine Chemo und Bestrahlung blieben mir erspart, da ich ja „nur“ ein DCIS hatte.

Was ging Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an Ihre Zukunft dachten?
Frau Kirchner:
Ich wollte einfach so schnell wie möglich wieder gesund werden und meinem täglichen Leben wieder nachgehen. Wieder arbeiten gehen, wieder ausgehen, Freunde treffen – einfach ganz normal weiterleben.

Wie dachten Sie über die Zeit, nachdem Sie die Krebstherapie bzw. die Operationen erfolgreich überstanden hatten?
Frau Kirchner:
Das Ganze wollte ich so schnell wie möglich hinter mir lassen. Bewußt beschäftigte ich mich sehr schnell wieder mit anderen Dingen, mit schönen Dingen, die das Leben bietet.

Wie wichtig war es Ihnen dabei wieder vollständig auszusehen?
Frau Kirchner:
Mein Körpergefühl und mein Aussehen sind mir immer sehr wichtig gewesen. Privat und auch beruflich. Ich arbeitete schon immer im Einzelhandel – heute bei einem Schweizer Einzelhandelsunternehmen für Luxus-Schuhe und -Accessoires. Da muss man immer gut und gepflegt aussehen und das auch ausstrahlen. Dazu gehört nun mal, dass man selbst mit sich und seinem Körper zufrieden ist.

Wie wichtig war Ihnen dabei auch die körpereigene Farbgebung der Haut wieder zu haben?
Frau Kirchner:
Sehr wichtig. Ich gehe sehr gerne in die Sauna und möchte auch für mich selbst vollständig aussehen. Und da gehört die körpereigene typische Hautfarbe einfach dazu.

Wie fühlen Sie sich heute?
Frau Kirchner:
Ich fühle mich heute gesund und fit. Ganz maßgeblich ist natürlich dabei, dass ich körperlich wieder vollständig aussehe. Ich gehe gerne in die Sauna und Schwimmen und fahre gerne ans Meer in den Urlaub und da fühle ich mich überhaupt nicht eingeschränkt. In der Sauna merkt keiner, dass meine Brust rekonstruiert ist und die Farben von Brustwarze und Brustwarzenhof pigmentiert sind. Und, ich bin nun um Bauch und Hüfte etwas schlanker, da dort ja das Gewebe für die Brust abgenommen wurde (und lächelt).

Leben Sie heute bewusster oder anders?
Frau Kirchner:
Nach wie vor bin ich ein aktiver Mensch. Habe schon immer bewußt und gesund gelebt, so gut man es eben mit einem Vollzeit-Job vereinbaren kann.

Haben Sie eine Empfehlung an Betroffene, die eine ähnliche Therapie vor oder hinter sich haben?
Frau Kirchner:
Heute lebe ich wieder so wie vor der Diagnose – da ich grundsätzlich ein lebensfroher Mensch bin, und mein Leben im Griff habe, habe ich auch nichts geändert. Als Empfehlung für andere Betroffene, und ich habe während meiner Therapie auch einige kennengelernt…. ich glaube, schnell zurück in den Alltag zu gehen und voraus zu schauen, ist das Beste. Ja, man muss sich manchmal zwingen, sich auf die positiven Dinge im Leben zu konzentrieren, aber wenn man das konsequent tut, hilft es einem tatsächlich.

Herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, liebe Frau Kirchner.

 

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Elisabeth von SpiessenInformieren Sie sich gerne bei uns in unserer Hamburger Praxis – unsere Beratungstermine sind selbstverständlich unverbindlich und kostenfrei. Sollten Sie weite Anfahrtstrecken haben, so schicken Sie uns in anonymisierter Form gerne Fotos zu, sodass wir gerne auch ein erstes Informationsgespräch am Telefon führen können.

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